Volantkleid


Mit der Krinoline kam auch das Volantkleid in Mode. Einmal waren Röcke üblich, die man in verschiedener Länge übereinander trug, jeder mit einem Volant versehen, ein andermal garnierte man nur das Oberkleid mit Volants aus Spitze, Mull oder Tarlatan.

Bald reichten diese Volantkleider bis zum Mieder. Eugenie trug 1859 ein Kleid aus weißem Atlas, das mit 101 Volants besetzt war. Die Spitzenvolants ihrer Kleider kosteten bis zu 35 000 Francs. Der Oberkörper bildet zu den Stoffmengen des Rockes einen reizvollen Gegensatz. Allmählich wurden die Ärmel weiter, und zwar hauptsächlich vom Ellbogen an. Ihrer Form wegen nannte man sie Pagodenärmel. Den Unterarm bekleidete man mit Spitzen oder Batist. Auch hier verwendete die Dame Stahlreifen, um den glockenförmigen Sitz der Ärmelaufbauchung erreichen zu können. Schließlich eroberten die Volants den Ärmel. Ein Spitzenkragen umschloß den Hals. Bei größeren Veranstaltungen wurde das Dekollete bevorzugt, das man mit einem Schulterkragen umgab. Sehr reizvoll wurde dieser Schulterkragen von Rüschen, Bändern, Blumenarrangements oder Edelsteinen gebildet.

 


 
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